"Größter Gewinn mit VVA-1 bei mäßig produktiven Pflaumensorten" EFM, Gerard Poldervaart & Frank Maas
"Pflaumenzüchter warten auf Bäume auf VVA-1 Unterlagen. Es wird noch bis 2006 dauern, bis genügend zur Verfügung stehen. Doch wird es sich lohnen um zu warten, versichert JACQUES Botden, Direktor der Baumschule Botden & van Willegen, die als einzige über die Produktions- und Verkaufrechte in EUROPA verfügt."
"Warten auf VVA-1 zahlt sich bei der Produktion aus" Fruitteelt 27, Juli 2004, Jahrgang 94
"Bis einschließlich 2003, wuchsen die Bäume auf VVA-1 am schwächsten, blühten am reichsten und lieferten die höchste Produktion und die größten Früchte."
"Untersuchung VVA-1 Caroline van Assche" Fruitteelt 4, 23. Januar 2004
"Bei dem PPO verwachsen die Pflaumenbäume gut mit den Unterlagen VVA-1. Sie fangen viel eher an zu produzieren als Bäume auf den Standardunterlagen St. Julien A oder auf den Unterlagen Ferlenain und Pixy. In den vergangenen Jahren lieferte VVA-1 bereits die höchste Produktion der Vier und dies ist auch in diesem Jahr der Fall. Dadurch, dass die Bäume auf diesen Unterlagen ruhiger wachsen, können sie auch viel näher zusammen gepflanzt werden."
"Das Wachstum des Pflaumenbaums vorsichtig bremsen" Monatsheft NFO Kring NH November 2003
"Wahrscheinlich ist die russische Unterlage 'VVA-1' eine Bereicherung. Die Untersuchungsergebnisse sind bis jetzt sehr positiv. 'Das Resultat von VVA-1' ist ein kleiner Baum, frühe Produktion und große Früchte. 'VVA-1' wird als winterhart, geringfügig wachsend und mit Pflaumen, Pfirsichen und Aprikosen vereinbar bezeichnet. Diese Unterlage hat eine gute Verankerung, geringen Stockausschlag und ist nassbodenbeständig."
"VVA-1 bremst das Wachstum von Pflaumenbäumen" De Boomkwekerij 31/32, 3. August 2003
"Auf dem Gebiet von Pflaumenunterlagen bestätigt die Untersuchung in Randwijk eigentlich das, was schon bekannt war: VVA-1 tut sich zwischen allen bis jetzt untersuchten schwachen Unterlagen deutlich hervor. Es ist deutlich, dass das Wachstum bedeutend schwächer als das von St.Julien A ist. Die Produktion fängt früher an und ist größer und das Fruchtgewicht kann sich mit dem von St.Julien A messen. Bäume auf VVA-1 wachsen außerdem auf eine andere Art und Weise. Die anwesenden Pflaumenzüchter beurteilten die Bäume auf VVA-1 als 'angenehmer, offener und handlicher'."
"Die Suche nach Unterlagen für Steinobst geht weiter" Fruitteelt 31, 1. August 2003
"In der Untersuchung wird unter anderem die VVA-1 Unterlage getestet. Mit dieser Unterlage, die eine geringe Wachstumskraft hat, kann intensiver gepflanzt und ein höherer Ertrag erzielt werden, weil die Bäume eher produktiv sind."
"Züchterverein Reine Victoria gibt sein Bestes" Fruitteelt 27, 4. Juli 2003
"Wahrscheinlich bietet die Unterlage VVA-1 hier mehr Möglichkeiten. Eine alte Untersuchung des PPO bei dem Betrieb von Hamelink handelte auch von VVA-1. Leider konnten die meisten der damals 4-jährigen Bäume nach dem hohen Wasserstand im September in 1998 nicht gerettet werden. Aber bei den Bäumen, die noch stehen ist der Effekt der Wachstumshemmung deutlich sichtbar. Sie sind fast um die Hälfe kleiner und liefern außerdem eine gute Produktion."
"Ich spezialisiere mich auf Pflaumen, ein anderer tut es nicht" Fruitteelt 23, 6. Juni 2003
"VVA-1 erzeugt einen kleineren und wie es scheint einen offeneren Baum, als St.Julien A. Diese Unterlage, mit der in Wilhelminadorp bereits 7 Jahre lang Erfahrungen gesammelt wurde, lässt keine Absterbungs- oder Unverträglichkeitserscheinungen sehen."
"Die Suche nach Unterlagen und Pflaumensorten geht weiter" Fruitteelt 31, 3. August 2001
"Als Schlussfolgerung kann angenommen werden, dass VVA-1 eine geeignete Unterlage für den niederländischen Pflaumenanbau zu sein scheint. Es kann empfohlen werden um diese schwache Unterlage in geringem Masse mit in die Praxis ein zu beziehen. Sowie für alle schwachen Unterlagen, gilt auch für die VVA-1, dass sie größere Sorgfalt beim Anbau und mehr Aufmerksamkeit bei der Düngung und der Bewässerung benötigt als starke Unterlagen."
"Gutes Verwachsen von Opal auf VVA-1 schöpft Vertrauen" Fruitteelt 27, 6. Juli 2001
"In September kommt aus Russland über einen niederländischen Baumzüchter die Bestellung für die schwache neue russische Unterlage VVA-1. Die ersten Ergebnisse der niederländischen Untersuchung waren günstig und De Ruiter kann sicher wieder etwas Neues gebrauchen."
"Bei der Pflaumenzucht ist nichts merkwürdig" Fruitteelt 34/35, August 1999
Warten auf VVA-1 zahlt sich bei der Produktion aus
Pflaumenzüchter warten auf Bäume auf VVA-1 Unterlagen.
"Es wird noch bis 2006 dauern, bis hiervon genügend zur Verfügung stehen. Doch wird es sich lohnen um zu warten", versichert JACQUES Botden, Direktor der Baumschule Botden & van Willegen, die als einzige über die Produktions- und Verkaufrechte in EUROPA verfügt. Laut Botden produzieren die Bäume auf VVA-1, die in 2006 gepflanzt werden eher, als die Bäume auf St. Julien A, die in der kommenden Saison gepflanzt werden.
Jacques Botden, Direktor der Baumschule Botden & van Willegen, hörte in 1996 zum ersten Mal von der neuen Unterlage VVA-1 für Pflaumen.
Der Forscher Bob Wertheim hat die Unterlage in 1994 in eine Untersuchung mit Opal auf der ehemaligen Untersuchungsstation für Obstanbau in Wilhelminadorp aufgenommen. Im Jahresbericht 1996 schrieb er zum ersten Mal darüber, dass Opal auf VVA-1 schwächer wuchs als auf den anderen Unterlagen. Einige Jahre später kam er zu der Schlussfolgerung, dass die Bäume auf den VVA-1 Unterlagen kleiner und produktiver seien, als Bäume auf St. Julien A Unterlagen. VVA-1 kommt aus dem Obstanbauforschungsinstitut Krymsk in Russland. Professor Eremin von diesem Institut hat die Unterlage veredelt.
"In den neunziger Jahren hatte allerdings niemand Interesse für schwach wachsende Pflaumenunterlagen", erinnert sich Botden. "Es wurden kaum noch Pflaumen gepflanzt. Die Züchter von Steinobst richteten sich völlig auf Kirschen mit der neuen Unterlage Gisela 5".
Der Baumzüchter hatte allerdings große Erwartungen bezüglich der schwach wachsenden Pflaumenunterlagen und reiste nach Russland um Testkontrakte mit dem Lizenzinhaber abzuschließen. Und das gelang. Er durfte eine begrenzte Anzahl Bäume für praktische Untersuchungen züchten.
Untersuchungsergebnisse
Die Bäume in Wilhelminadorp mussten nach sieben Jahre wegen der Schließung des Untersuchungsgartens gerodet werden. In diesen sieben Jahren ist kein einziger Baum wegen Unverträglichkeit zugrunde gegangen. Nach den Tests in Wilhelminadorp sind seit 1997 die VVA-1 auch in dem Testgarten von PPO-fruit in Randwijk mit anderen Sorten, nämlich mit Excalibur und Avalon getestet worden. Die Ergebnisse sind vergleichbar mit denen in Wilhelminadorp. VVA-1 erzeugte stets die kleinsten Bäume mit der höchsten Produktion und das Fruchtgröße war gut.
Wohl erfordert die Züchtung von VVA-1 besondere Aufmerksamkeit bezüglich der Düngung, da der Magnesium- und Mangangehalt niedriger als bei St. Julien A liegt.
Später fanden auch Untersuchungen mit Victoria statt. Wieder ausschließlich positive Ergebnisse: bis einschließlich 2003 wuchs VVA-1 am schwächsten, blühte am reichhaltigsten und erzeugte die höchste Produktion und die größten Früchte. Das Auftreten von Gummi, für das Victoria empfindlich ist, scheint allerdings mit der schwachen Unterlage nicht verhindert werden zu können.
Züchten ist Zeitraubend
Seitdem mehr und mehr bekannt wurde, dass die Untersuchungsresultate mit VVA-1 günstig ausgefallen waren, möchten stets mehr Obstzüchter Pflaumenbäume auf diesen Unterlagen haben. Und am liebsten sofort. "Aber so schnell geht das nicht", erklärt Botden. "Der russische Professor hat weltweit alle Rechte schützen lassen. Laut dem Testkontrakt durften wir nicht großschalig Bäume produzieren. Seit letztem Jahr ist es uns gelungen um die exklusiven Produktions- und Verkaufrechte für Europa zu erhalten. Das bedeutet, dass wir die erste und einzige Obstbaumschule sind, die in Europa Bäume auf VVA-1 erzeugen darf", sagt Botden nicht ohne stolz. "Züchten ist Zeitraubend. Im letzten Jahr haben wir einige hundert Bäume gemacht. Sie sind gut angeschlagen. Das züchten von Bäumen auf VVA-1 ist nicht schwieriger als auf St. Julien A", lautet die Erfahrung des Baumzüchters.
"Chip-budding funktioniert, genau wie bei St. Julien A, am Besten. In der letzten Saison sind die ersten Bäume an zwei Züchter, die vor einigen Jahren Kopf und Kragen riskierten um bei den Untersuchungen mitzuarbeiten, geliefert", meldet Botden.
In diesem Jahr stehen in der Baumschule einige tausend Bäume, die im nächsten Herbst zur Verfügung stehen. "Ausgeliefert wird in Reihenfolge der Eingänge der Bestellungen. Nächstes Jahr können wir soviel Bäume machen, wie bestellt werden, also für den Herbst 2006 haben wir wahrscheinlich genügend Bäume zur Verfügung um der Anfrage gerecht zu werden. Momentan können wir nicht mehr Bäume machen, da wir schlicht und einfach nicht genügend Unterlagen haben", erklärt Botden. "Wir haben Mutterbäume angelegt, aber die müssen noch anfangen zu produzieren. Vor acht Jahren hatte noch niemand von VVA-1 gehört; dass wir nun bereits Bäume auf diesen Unterlagen züchten können ist schon eine ganze Menge", stellt Botden fest. Der Preis der Bäume auf VVA-1 wird ungefähr 25% höher als der von Bäumen auf St. Julien A liegen.
Virentest
VVA-1 ist noch nicht als Virenfrei zertifiziert. "Das heißt aber nicht, dass die Bäume, die wir nun erzeugen von Viren befallen sind", erklärt Botden. "Der Naktuinbouw (Niederländischer Anerkennungsdienst für Gartenbau) ist mit der Virenprüfung der neuen Unterlage beschäftigt. Inzwischen haben die Unterlagen eine erste Prüfung bezüglich der wichtigsten Viren gut überstanden. Diese schädlichen Viren konnten nicht nachgewiesen werden. Die Untersuchungen werden noch einige Jahre fortgesetzt. Wenn die Befunde des Naktuinbouw gut bleiben, bekommt die Unterlage in drei bis fünf Jahren das Zertifikat Virenfrei."
Zurzeit erhält Botden nur wenige Nachfragen bezüglich der Bäume auf VVA-1 aus dem Ausland. Die Unterlage ist außerhalb der Niederlande noch nicht sehr bekannt. "Außerdem haben wir noch nicht soviel Werbung gemacht. Wir konnten ja doch nicht liefern." Botden erwartet übrigens, dass die Nachfrage noch kommt, sicher aus einem so wichtigem Land für die Pflaumenproduktion wie Deutschland. "Später haben wir noch vor um Sublizenzen auszuteilen, so dass mehr Baumzüchter Bäume auf VVA-1 erzeugen können."
Caroline van Assche