Untersuchung
Auf dem Gebiet der Untersuchung und Entwicklung von VVA-1 arbeitet Botden en van Willegen bv eng zusammen mit der Versuchsanstalt PPO in Randwijk (http://www.ppo.wur.nl/).

Die VVA-1 wurde 1994 von Dr. S.J. Wertheim zum ersten Mal in einem Unterlagenvergleich auf der ehemaligen Versuchsanstalt für Obstbau in Wilhelminadorp (Niederlande) aufgenommen. Die Schlussfolgerung dieses Vergleichs war: "Bäume auf Unterlage VVA-1 sind kleiner und erreichen eine höhere Produktion als die auf Unterlage St Julien A". Seitdem wurden verschiedene Untersuchungen von der Versuchsanstalt PPO in Randwijk (Niederlande) durchgeführt, die jeweils die gleichen Schlussfolgerungen brachten:

  • VVA-1 hatte den kleinsten Baum mit den höchsten Produktionen.
  • Bis einschließlich 2003, wuchs VVA-1 am schwächsten, blühte am reichsten und lieferte die höchste Produktion und die größten Früchte.
  • Die Verträglichkeit der VVA-1 mit den gangbaren Sorten ist ausgezeichnet.

Unterstehende Untersuchungen wurden von der Versuchsanstalt Praktijkonderzoek Plant & Omgeving in Randwijk durchgeführt und vom niederländischen Gartenbauverband, der Productschap Tuinbouw, finanziert.

VVA-1

  Victoria VVA-1 2. Wachstumsjahr Victoria St. Julien A 2. Wachstumsjahr
  Quelle: P.P.O. - Randwijk

Ziel: Untersuchung des Gebrauchswertes von neuen schwachen Pflaumenunterlagen.

Probesorten: Avalon en Excalibur

Objekte:
1. St. Julien A
2. VVA-1
3. Ferlenain
4. Pixy

Zusätzliche Angaben:
Die Untersuchung fand im März 1997 auf 3,60 x 2,00 m statt, und zwar in 4 Wiederholungen von 3 Bäumen pro Feld. Westlich neben Avalon wurde eine Pufferzone mit Valor und Avalon gepflanzt. Valor ist der Bestäuber für Avalon.

Ergebnisse:
Die Unterlagen Pixy und VVA-1 geben einen kleinen Baum. Bei Pixy sieht man am Stamm einen Pfropfknoten, was auf einen schlechten Zusammenwuchs zwischen Sorte und Unterlage deuten kann. Bei VVA-1 ist der Übergang zwischen Unterlage und Sorte glatt. St. Julien A erzeugt einen stark wachsenden Baum.
Die Blattanalysen von August 1999 ergaben, dass bei VVA-1 und Pixy der Phosphat-, Stickstoff-, Magnesium- und Mangangehalt niedrig bis zu niedrig lag. Bei diesen schwachen Pflaumenunterlagen ist es nötig um der Düngung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Daraufhin wurde im Jahr 2000 gezielte Düngung ausgeführt, wonach bei den Blattanalysen die erstrebten Werte für alle Elemente bei allen Objekten im Rahmen lagen.
Im Jahr 2003 wurden wiederum Blattanalysen bei St. Julien A en VVA-1 vorgenommen. Bei beiden Unterlagen lagen die erstrebten Werte für alle Elemente im Rahmen.

Produktionsergebnisse von zwei Pflaumenrassen 1999 bis 2003

Avalon kg/Baum
1999 bis 2003 inkl.
Fruchtgew. (g)
1999 bis 2003 inkl.
1. VVA-1 34,6 56,5
2. St. Julien A 16,7 57,6
3. Ferlenain 12,0 60,0
4. Pixy 19,2 57,7

Excalibur kg/Baum
1999 bis 2003 inkl.
Fruchtgew. (g)
1999 bis 2003 inkl.
1. VVA-1 16,8 83,6
2. St. Julien A 7,0 82,3
3. Ferlenain 13,6 86,6
4. Pixy 8,6 79,7

Die Produktionen der Bäume auf VVA-1 waren die höchsten der Unterlagen in dieser Untersuchung. Das Fruchtgewicht war auch bei hoher Produktion pro Baum gut.

Ziel: Untersuchung des Gebrauchswertes von neuen schwachen Pflaumenunterlagen.
Probesorten: Opal, Avalon en Victoria

Objekte:
1. VVA-1
2. St. Julien A

Zusätzliche Angaben:
Die Unersuchungssorte Victoria wurde im Februar 2000 in Randwijk auf 3,6 x 2,0 m in 5 Wiederholungen von 2 oder 3 Bäumen pro Feld angepflanzt. Avalon und Opal wurden zweimal bei einem normalen Betrieb mit 6 Bäumen pro Feld auf 3,5 x 1,5 m angepflanzt. Das Pflanzenmaterial war einjährig verzweigt.

Ergebnisse: Genau wie in 2002 wuchs VVA-1 in 2003 am schwächsten, blühte am reichsten und lieferte die höchste Produktion und die größten Früchte.

Produktion 2001 bis 2003 inkl.

Unterlage kg/Baum
'01 bis '03 inkl.
Fruchtgew. (g)
'01 bis '03 inkl.
% Fr. mit Gummi
15-06-2003
% Fr. mit Gummi
10-09-2003
1. VVA-1 12,4 52,3 88 17
2. St. Julien A 4,7 45,8 94 12

Stammen
(Links Opal auf VVA-1, rechts Opal auf Ferlenain)

Das Verwachsen von VVA-1 mit Opal erwies sich als besonders gut (links). Das Verwachsen mit Ferlenain ist jedoch schlecht (rechts). Foto: PPO.